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Kai-Holger Brassel
Author and Software-Developer

All An!

Auf dieser Seite präsentiere ich Informationen und Hintergründe zu meinem ersten Buchprojekt. Für Ungeduldige geht es hier direkt zur Amazon-Seite oder noch direkter zur Leseprobe.

Zum Titel

All An! TitelbildEin seltsamer Buchtitel, wird sich so mancher sagen. Viele lesen wahrscheinlich eher den geläufigen Anglizismus »All In!« in die Buchstaben hinein, statt der ebenso kurzen, aber doch seltsamen deutschen Aufforderung: »All An!«. Zwar gäbe die englische Version, alles auf eine Karte zu setzen, einen brauchbaren Titel für einen Thriller oder eine Liebesgeschichte ab, aber die habe ich nun mal nicht geschrieben. Es bleibt also bei einem utopischen Text namens »All An!«.

Neben den unbestreitbaren formalen Vorteilen des gewählten Titels – er alliteriert und ist so kurz, dass er quer auf den Buchrücken passt – hat er eine Bedeutung, die sich hoffentlich (erst) im dritten und letzten Teil des Werks erschließt. Das bedeutet umgekehrt, dass die Zeile »Weltall an!«, die schon auf einer der ersten Seiten zu lesen ist, nicht titelgebend ist. Mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten.

Zum Inhalt

Das Ganze kommt in drei Teilen daher, von denen der erste seit Kurzem bei Amazon als E-Book erhältlich ist. Der zweite folgt am 28. März und den dritten Teil habe ich grob im Kopf, muss ihn aber größtenteils noch schreiben. Im Juni 2024 sollen dann alle drei Teile zusammen als gedrucktes Buch mit ca. 550 Seiten Umfang herauskommen.

Zuviel will ich vom Inhalt, wie gesagt, nicht verraten. Daher müssen die Klappentexte genügen.

Teil 1 UmschwungWenn im Jahr 2084 ein kluger Slumbewohner, eine temperamentvolle Umweltschützerin und ein visionärer Systemwissenschaftler zusammenkommen, kann zweimal Minus tatsächlich ein großes Plus ergeben: die letzte Chance auf eine lebenswerte Zukunft. Doch die nötige Metamorphose des Bestehenden – der große Umschwung – kann nur mit strategischem Geschick, viel Fantasie und noch mehr Rechenkapazität gelingen. Eine virtuelle Realität, für die ein kleines Mädchen namens Celeste Modell steht, bringt die Entscheidung.

Wie wird sich die neue Ordnung, die Ende des 21. Jahrhunderts entstand, in den folgenden fünf Jahrzehnten bewähren? Die Zwillinge Joseph und Vincent finden ihren Weg aus einem afrikanischen Königreich der »Inneren« in die Weiten des Alls. Indessen sorgt sich die weltberühmte Künstlerin Celeste um den Zusammenhalt der »Äußeren«. Denn auch in einer Utopie ist die Zukunft nicht vorhersehbar und es passieren Fehler – sogar den Maschinellen, von denen doch so viel abhängt. Wohin wird die Welt treiben, wenn der Motor der Inspiration zu stocken beginnt? Weiß doch jeder See-, Luft- und Raumschiffer, dass ein driftendes Schiff irgendwann zerschellen muss.

Junge Verzweiflung und alte Denkmuster gefährden das mühsam erlangte Gleichgewicht zwischen Öko-, Sozio- und Technosphäre aufs Neue. Die Maschinellen haben eigene Pläne, doch sind die wohl eher langfristiger Natur. Wenn die Geschichte nicht in der Utopie enden kann, ist dann das Andauern der Geschichte die eigentliche Utopie? Das muss sich Celeste, ehemaliger Superstar und Gesicht Utopias, auf ihre alten Tage fragen. Dann hat jemand eine wirklich großartige Idee.

 

Themen

In jeden Roman fließen immer auch persönliche Erfahrungen ein. Daneben möchte ich aber vor allem versuchen, interessante Anschauungen und Ideen zu großen Themen unserer Zeit in einen fiktiven Zusammenhang zu stellen:

  • die utopische Lösung drängender Probleme wie Klimakrise, Kriege, Umweltzerstörung und Ungerechtigkeit (Climate Fiction, Social Fiction)
  • die Überwindung eines naiven Realitätsbegriffs (virtuelle Realität, wissenschaftliche Wahrheit, Systemtheorien)
  • Entstehung und Emanzipation einer maschinellen Spezies (KI-Debatte)
  • neue Antworten auf die alten, auch in Science-Fiction-Romanen immer wieder gestellten Fragen: Where is everybody? und Quo vadis Menschheit?
  • und das Wesen von Fortschritt und Utopie.

Darüber unterhaltsam zu schreiben ist nicht einfach, denn nicht nur Menschen treiben die Geschichte voran, sondern eben auch Systeme, seien sie sozialer oder maschineller Natur. Ob dem Autor dieser Balanceakt gelungen ist, würde er gerne von seiner Leserschaft erfahren.

Utopien in diesen Zeiten?

Utopien sind nicht besonders en vogue, was man auch daran erkennen kann, dass Amazon zwar eine Buchkategorie für Dystopien, aber keine für Utopien führt. Das mag auch an der mentalen Ausstattung des Menschen liegen, die Negativem grundsätzlich eine höhere Aufmerksamkeit schenkt als Positivem. Es ist einfacher, sich vor einer Dystopie zu gruseln, als sich in eine Utopie hineinzuversetzen – oder ganz allgemein: gegen etwas zu sein, anstatt für etwas. Dazu auch dieser sehr sehenswerte Beitrag: Brauchen wir mehr Utopien? | 42 - Die Antwort auf fast alles | ARTE - YouTube.

Dazu kommt jedoch ein grundlegenderes Problem, welches in dem abfälligen »Das ist ja utopisch!« seinen Ausdruck findet. Gemeint ist damit meistens, dass eine an sich gute und »große« Idee nicht funktionieren wird, weil der »kleine« Mensch nicht zu ihr passen will – und zwar in beiden Bedeutungen des Wortes. In All An! beschreibe ich dieses Mikro-Makro-Problem so:

»Seit der Utopie von Thomas Morus aus dem Jahre 1516 litten alle literarischen, politischen und wissenschaftlichen Zukunftsentwürfe daran, dass sie sozusagen von oben gedacht worden waren: Irgendjemand entwarf eine vorgeblich ideale Form des menschlichen Zusammenlebens, musste dafür aber gleichzeitig den dazu passenden Menschen postulieren, was reale Personen nur als nicht hinnehmbare Einschränkung ihrer Freiheit auffassen konnten. Dies führte fast immer zu breiter Ablehnung. Wenn aber nun Freiheit die Einsicht in das Notwendige ist, und die Notwendigkeit der Rettung des Klimas unumgänglich, konnten dann nicht freie Menschen gemeinsam eine lebenswerte Zukunft ersinnen?«

Wie eine solches »gemeinsam ersinnen« aussehen kann, ist für mich eine der spannendsten Fragen überhaupt. Wie sie im Text beantwortet wird, verrate ich hier nicht, wohl aber, dass ich dazu noch so manchen Blog-Beitrag verfassen werde. Außerdem will in einem gesonderten Projekt, wie bereits auf der Startseite erwähnt, eine neue Form der Meinungsbildung im Internet ermöglichen.

Aber zurück zum Buch. Sollte die Menschheit tatsächlich – utopischerweise – die großen Probleme unserer Zeit gemeistert haben, folgt doch automatisch die Frage: Wie geht es dann weiter? Was kommt danach? Besonders, wenn wir endlich realisieren, dass uns der Weg zu den Sternen auf immer verwehrt bleiben wird. Aber da sind wir schon im zweiten und dritten Teil von All An!

Zum Autor

… bitte hier entlang: Wer bin ich geworden?

(Bis jetzt noch lediglich des Autors innere) Stimmen zum Buch

Eine Zukunftsvision alten Stils zu aktuellen Themen – ideenreich und provokant.

Kein Buch, das sich wie von selbst liest, sondern eins, das helle Köpfe braucht, in denen seine Ideen wachsen können.

Kann man so machen.

Leseprobe

... auch als PDF zum Herunterladen: All An! Teil 1 Umschwung – Leseprobe